

Fotos: Louise Blazer empfängt ihre Urkunde als Gerechte unter den Völkern. Foto: Yad Vashem; Diese Stelle erinnert im Kurpark von Gaggenau an das Sicherungslager Rotenfels. Foto: Frank C. Müller CC-AS 3.0; Das Haupttor des Sicherungslagers Schirmeck-Vorbruck. Foto: André Maurer, GNU-FDL 1.2
Louise Blazer - Gerechte unter den Völkern aus dem KZ Dachau von Klemens Hogen-Ostlender
Der Staat Israel hat 1953 den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ für Menschen geschaffen, die unter Einsatz ihres Lebens Juden vor der Verfolgung durch Nationalsozialisten gerettet haben. Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat auch ehemalige Häftlinge aus dem Konzentrationslager Dachau auf diese Weise ausgezeichnet – nicht nur Männer aus dem Priesterblock, sondern auch Gefangene beiderlei Geschlechts aus der großen Zahl der Laien, die im Lager eingekerkert waren. Geehrte bekommen eine Plakette mit einem hebräischen Zitat. Es lautet in der Übersetzung „Wer immer ein Menschenleben rettet, hat damit gleichsam eine ganze Welt gerettet.“ Gerechte unter den Völkern erhalten in Anerkennung für ihre Taten außerdem die israelische Ehrenbürgerschaft, und wenn sie verstorben sind auch die Staatsangehörigkeit im Gedenken. Bis zum 1. Januar 2024 haben nach der neuesten Statistik 28.707 Menschen aus 51 Ländern diese Ehrung erhalten, darunter 4.303 aus Frankreich. Eine von ihnen ist Louise Blazer.
Leben bis zur französischen Niederlage 1940
Louise Blazer erblickte am 22. September 1891 in Montbéliard im Nordosten des Landes als Tochter von Lucie und Emile Blazer, der Händler war, das Licht der Welt. Ihr Bruder Georges war ein Jahr älter, ihre Schwester Jenny sechs Jahre jünger. 1918 heiratete sie ihren Cousin Robert Blazer, der an einer unheilbaren Krankheit litt. Das Paar reiste mehrere Jahre lang durch Frankreich. 1936 starb Robert, und Louise kehrte in das große Familienhaus in Montbéliard zurück, wo auch ihr Vater lebte. Sie engagierte sich beim Roten Kreuz und im französischen Pfadfinderinnenverband und schloss sich einer gewerkschaftlichen Vereinigung an. Ihre Scoutlaufbahn begann sie bei der Gruppe „Pfadfinderinnen trotz allem“, die sich kranken Kindern widmete. 1939 nahm sie an einem internationalen Pfadfinderinnenlager für den Frieden in Budapest teil und kehrte kurz vor Kriegsausbruch nach Frankreich zurück. Nach der Niederlage und dem Waffenstillstand im Juni 1940 besuchte sie im Auftrag des Roten Kreuzes kriegsgefangene, verwundete, französische Soldaten. Die Deutschen beauftragten sie außerdem, die Leichen Hingerichteter zu identifizieren und deren Familien zu benachrichtigen. Louise Blazer nutzte ihre Position, um den Gegangenen bei der Beschaffung von Hilfsgütern zu helfen, hielt Kontakt zu ihren Familien und versuchte, ihnen zur Flucht zu verhelfen.
Der Weg in den Widerstand
Im Juni 1941 wurde sie zur Stadträtin von Montbéliard ernannt, zu einer Zeit, als Frauen noch keine wirklichen politischen Rechte besaßen. Diese Ernennung war durch das Gesetz vom 16. November 1940 zur Reorganisation der kommunalen Organe vorgeschrieben, das die Benennung einer „qualifizierten Frau zur Aufsicht über private Wohltätigkeits- und Hilfsprogramme“ vorschrieb. Paradoxerweise war es also das auf autoritären Prinzipien beruhende Vichy-Regime, das Frauen erstmals zur Mitarbeit in der Stadtverwaltung einlud – allerdings in einem Bereich, der damals als ausschließliche Domäne der Frauen galt. Gleich zu Beginn der deutschen Besatzungszeit hatte Louise Blazer mit der Hilfe und dem Einverständnis ihres Vaters, der 1941 starb, dutzende jüdischer Flüchtlinge aufgenommen. Unter ihnen war auch die Familie Rowinsky: Ephraim Rowinsky, ein Rabbiner polnischer Herkunft, seine Frau Judith Rowinsky und ihre sieben Kinder. Sie gewährte auch Mitgliedern der Résistance und anderen Untergetauchten Unterschlupf. Louise und ihre Schwester Jenny weiteten ihre Aktivitäten im Widerstand schließlich aus: Sie halfen Widerstandskämpfern bei der Flucht in die Schweiz, gewährten jungen Leuten, die nicht nach Deutschland in den Zwangsarbeitsdienst wollten, Unterschlupf und beteiligten sich an der Verteilung von Untergrundzeitungen. Zudem unterstützten sie die Familien von Deportierten. Die Flüchtlinge durften sich im ganzen Haus frei bewegen. Die Kinder vergnügten sich mit ihrem Spielzeug. Manchmal waren es so viele Menschen, dass die Gastgeberin ihnen sogar ihr eigenes Schlafzimmer zur Verfügung stellte und im Flur schlief. Und Louise Blazer nahm die täglich wachsenden Risiken ihrer illegalen Aktivitäten auf sich.
Weg mit dem gelben Stern
Als ihr eigenes Haus voll war, brachte sie verfolgte Juden bei Freunden unter. Am 22. Februar 1944 erfuhr Louise Blazer, dass Pierre Kahn, ein zwölfjähriger jüdischer Junge, bei einer Razzia der Deutschen in Montbéliard auf der Suche nach den letzten dort verbliebenen Juden verhaftet worden war. Piere erinnerte sich als längst Erwachsener lange nach dem Krieg selbstkritisch: „Wir waren sicher, dass die Vichy-Regierung uns beschützen würde. Ich war beruhigt. Mein Vater hatte im Ersten Weltkrieg gekämpft. Seit Mai 1942 mussten Kinder ab sechs Jahren den gelben Stern tragen. Die Diskriminierung nahm zu. Natürlich fühlten wir uns anders als alle anderen. Aber das Leben ging mehr oder weniger weiter. Und dann, eines Tages im April 1943, wurden wir von Gewehrkolben geweckt, die gegen die Tür schlugen. Pierre hatte keine Zeit, sich von seinen Eltern zu verabschieden. Sie starben während des Transports nach Auschwitz oder dort nach der Selektion auf der Rampe. Lange Zeit tat der Sohn so, als wüsste er es nicht. Er wollte nicht glauben, dass sie tot waren. Er berichtete bis ins Hohe Alter von seinen Erfahrungen und sagte zum Beispiel 2016 im Gespräch mit Neuntklässlern der Lou-Blazer-Mittelschule in Montbéliard: „Wenn sie den gelben Stern nicht von meiner Jacke abgetrennt hätte, wäre ich heute nicht hier und könnte mit euch sprechen.“
Der Preis für den Widerstand
Louise Blazer besorgte ein gefälschtes Attest. Es behauptete, Pierre leide an Tuberkulose. Seine Beschützerin suchte in der Uniform einer Rotkreuzmitarbeiterin die deutsche Feldgendarmerie, die Militärpolizei, in der Kommandantur auf. Sie warnte die Gendarmen vor der angeblichen Ansteckungsgefahr und bekam von ihnen die Genehmigung, Pierre Kahn in ein Krankenhaus zu bringen. Dort besuchte sie ihn an den nächsten drei Tagen. Anschließend erreichte sie es, dass der Zwölfjährige in Sanatorium in der Nähe des 80 Kilometer entfernten Besançon verlegt wurde, aus dem sie ihn später wegschaffte. Kahn, der nach dem Krieg Apotheker wurde, bestätigte, dass Louise Blazer ihm das Leben gerettet hatte. Bei allen ihren Aktionen ignorierte Louise Blazer die allgegenwärtigen Gefahren und zahlreiche Warnungen. Sie bezahlte für ihren Widerstand gegen den Nationalsozialismus einen hohen Preis und wurde am 16. November 1944 in Montbéliard verhaftet, nur einen Tag vor der Befreiung der Stadt durch die Alliierten. Die Gründe für ihre Festnahme waren außer sogenannter „Judenbegünstigung“ ihre aktive Rolle in der Résistance und die Unterstützung von Kriegsgefangenen. Kurz nach ihrer Festnahme wurde Louise zunächst in das Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck im Elsass verschleppt. Von dort musste sie allerdings bald weiter, weil schon wenige Tage darauf auch diese Stadt von den Amerikanern eingenommen wurde. Nächste Station war das Sicherungslager Rotenfels, ein Außenlager des KZ Natzweiler im gleichnamigen Ortsteil von Gaggenau im Landkreis Rastatt.
KZ Dachau
Louise Blazer, die bereits eine fragile Gesundheit hatte, leistete dort vor allem moralischen Beistand für ihre Mitgefangenen. Die Bedingungen in den badischen Außenlagern waren in den Wintermonaten 1944/45 durch Hunger und Kälte extrem hart. In den letzten Kriegswochen wurden viele Häftlinge aus den Lagern im Südwesten Deutschlands aufgrund des Vorrückens der Alliierten weiter nach Osten getrieben. Louise Blazer wurde schließlich in das KZ Dachau deportiert, wo sie Anfang April 1945 eintraf. Wahrscheinlich musste sie wie weibliche Häftlinge fast ausschließlich im Agfa-Kommando in München-Giesing Zwangsarbeit leisten. Den Evakuierungsmarsch Ende April in Richtung Süden machte sie allerdings nicht mit, weil ihre Gesundheit so marode war, dass sie wie andere schwer kranke Kameradinnen ins Stammlager in das dort eingerichtete Lazarett für Frauen geschickt wurde. Sie erlebte die Befreiung des Lagers Dachau durch die US-Armee am 29. April 1945. Aufgrund ihres Gesundheitszustandes konnte sie nicht sofort nach Frankreich zurück kehren sondern verbrachte mehrere Monate in einem Lazarett in Deutschland. Erst im August 1945 kehrte sie nach Montbéliard zurück.
Lou pflanzt einen Baum
Das Departements-Befreiungskomitee setzte ihren Namen auf die Kandidatenliste für die ersten Kommunalwahlen nach dm Krieg. Louise Blazer errang einen überwältigenden Erfolg und wurde mit 87 Prozent der Stimmen, mehr als der amtierende Bürgermeister, gewählt. Ihre Kollegen mochten sie jedoch trotzdem nicht in dieses Amt wählen. 1947 beschloss sie, nicht erneut für die Kommunalwahlen zu kandidieren: „Politik ist zwar auf nationaler Ebene notwendig, hat aber im Gemeinderat nichts zu suchen.“ Am 28. Juli 1966 wurde Louise Blazer von Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt. Sie nahm in einer Feierstunde selbst die Urkunde entgegen und pflanzte anschließend persönlich den Baum zu ihren Ehren im Garten der Gerechten. Louise Blazer starb kurz darauf, am 28. November 1966, in Montbéliard. Dort wurde 2010 das Louise-Blazer-Zentrum, eine medizinische und soziale Einrichtung, und 2015 die nach ihrem gängigen Rufnamen benannte Lou-Blazer-Mittelschule eröffnet. In Besançon trägt eine Straße ihren Namen.
Biografien weiterer Gerechter unter den Völkern, die Häftlinge im KZ Dachau waren und andere interessante Artikel: Link
Quellen:
https://yadvashem-france.org/justes/nom/blazer-louise/
https://collections.yadvashem.org/en/righteous/search-results/blazer?page=1
https://fr.wikipedia.org/wiki/Louise_Blazer
http://www.ajpn.org/juste-Lou-Blazer-286.html
https://www.estrepublicain.fr/guerre-et-conflit/2014/01/06/elle-a-decousu-mon-etoile
https://portail-archives.doubs.fr/page/lou-blazer-resistante-conseillere-municipale-et-juste-parmi-les-nations
http://fr.wikipedia.org/wiki/Montbéliard
Biografien weiterer Gerechter unter den Völkern, die Häftlinge im KZ Dachau waren und andere interessante Artikel: Link
Bildtexte:
blazerurkunde: Louise Blazer empfängt ihre Urkunde als Gerechte unter den Völkern. Foto: Yad Vashem
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Diese Stelle erinnert im Kurpark von Gaggenau an das Sicherungslager Rotenfels. Foto: Frank C. Müller CC-AS 3.0
blazertor: Das Haupttor des Sicherungslagers Schirmeck-Vorbruck. Foto: André Maurer, GNU-FDL 1.2
Louise Blazer - Gerechte unter den Völkern aus dem KZ Dachau von Klemens Hogen-Ostlender
Der Staat Israel hat 1953 den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ für Menschen geschaffen, die unter Einsatz ihres Lebens Juden vor der Verfolgung durch Nationalsozialisten gerettet haben. Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat auch ehemalige Häftlinge aus dem Konzentrationslager Dachau auf diese Weise ausgezeichnet – nicht nur Männer aus dem Priesterblock, sondern auch Gefangene beiderlei Geschlechts aus der großen Zahl der Laien, die im Lager eingekerkert waren. Geehrte bekommen eine Plakette mit einem hebräischen Zitat. Es lautet in der Übersetzung „Wer immer ein Menschenleben rettet, hat damit gleichsam eine ganze Welt gerettet.“ Gerechte unter den Völkern erhalten in Anerkennung für ihre Taten außerdem die israelische Ehrenbürgerschaft, und wenn sie verstorben sind auch die Staatsangehörigkeit im Gedenken. Bis zum 1. Januar 2024 haben nach der neuesten Statistik 28.707 Menschen aus 51 Ländern diese Ehrung erhalten, darunter 4.303 aus Frankreich. Eine von ihnen ist Louise Blazer.
Leben bis zur französischen Niederlage 1940
Louise Blazer erblickte am 22. September 1891 in Montbéliard im Nordosten des Landes als Tochter von Lucie und Emile Blazer, der Händler war, das Licht der Welt. Ihr Bruder Georges war ein Jahr älter, ihre Schwester Jenny sechs Jahre jünger. 1918 heiratete sie ihren Cousin Robert Blazer, der an einer unheilbaren Krankheit litt. Das Paar reiste mehrere Jahre lang durch Frankreich. 1936 starb Robert, und Louise kehrte in das große Familienhaus in Montbéliard zurück, wo auch ihr Vater lebte. Sie engagierte sich beim Roten Kreuz und im französischen Pfadfinderinnenverband und schloss sich einer gewerkschaftlichen Vereinigung an. Ihre Scoutlaufbahn begann sie bei der Gruppe „Pfadfinderinnen trotz allem“, die sich kranken Kindern widmete. 1939 nahm sie an einem internationalen Pfadfinderinnenlager für den Frieden in Budapest teil und kehrte kurz vor Kriegsausbruch nach Frankreich zurück. Nach der Niederlage und dem Waffenstillstand im Juni 1940 besuchte sie im Auftrag des Roten Kreuzes kriegsgefangene, verwundete, französische Soldaten. Die Deutschen beauftragten sie außerdem, die Leichen Hingerichteter zu identifizieren und deren Familien zu benachrichtigen. Louise Blazer nutzte ihre Position, um den Gegangenen bei der Beschaffung von Hilfsgütern zu helfen, hielt Kontakt zu ihren Familien und versuchte, ihnen zur Flucht zu verhelfen.
Der Weg in den Widerstand
Im Juni 1941 wurde sie zur Stadträtin von Montbéliard ernannt, zu einer Zeit, als Frauen noch keine wirklichen politischen Rechte besaßen. Diese Ernennung war durch das Gesetz vom 16. November 1940 zur Reorganisation der kommunalen Organe vorgeschrieben, das die Benennung einer „qualifizierten Frau zur Aufsicht über private Wohltätigkeits- und Hilfsprogramme“ vorschrieb. Paradoxerweise war es also das auf autoritären Prinzipien beruhende Vichy-Regime, das Frauen erstmals zur Mitarbeit in der Stadtverwaltung einlud – allerdings in einem Bereich, der damals als ausschließliche Domäne der Frauen galt. Gleich zu Beginn der deutschen Besatzungszeit hatte Louise Blazer mit der Hilfe und dem Einverständnis ihres Vaters, der 1941 starb, dutzende jüdischer Flüchtlinge aufgenommen. Unter ihnen war auch die Familie Rowinsky: Ephraim Rowinsky, ein Rabbiner polnischer Herkunft, seine Frau Judith Rowinsky und ihre sieben Kinder. Sie gewährte auch Mitgliedern der Résistance und anderen Untergetauchten Unterschlupf. Louise und ihre Schwester Jenny weiteten ihre Aktivitäten im Widerstand schließlich aus: Sie halfen Widerstandskämpfern bei der Flucht in die Schweiz, gewährten jungen Leuten, die nicht nach Deutschland in den Zwangsarbeitsdienst wollten, Unterschlupf und beteiligten sich an der Verteilung von Untergrundzeitungen. Zudem unterstützten sie die Familien von Deportierten. Die Flüchtlinge durften sich im ganzen Haus frei bewegen. Die Kinder vergnügten sich mit ihrem Spielzeug. Manchmal waren es so viele Menschen, dass die Gastgeberin ihnen sogar ihr eigenes Schlafzimmer zur Verfügung stellte und im Flur schlief. Und Louise Blazer nahm die täglich wachsenden Risiken ihrer illegalen Aktivitäten auf sich.
Weg mit dem gelben Stern
Als ihr eigenes Haus voll war, brachte sie verfolgte Juden bei Freunden unter. Am 22. Februar 1944 erfuhr Louise Blazer, dass Pierre Kahn, ein zwölfjähriger jüdischer Junge, bei einer Razzia der Deutschen in Montbéliard auf der Suche nach den letzten dort verbliebenen Juden verhaftet worden war. Piere erinnerte sich als längst Erwachsener lange nach dem Krieg selbstkritisch: „Wir waren sicher, dass die Vichy-Regierung uns beschützen würde. Ich war beruhigt. Mein Vater hatte im Ersten Weltkrieg gekämpft. Seit Mai 1942 mussten Kinder ab sechs Jahren den gelben Stern tragen. Die Diskriminierung nahm zu. Natürlich fühlten wir uns anders als alle anderen. Aber das Leben ging mehr oder weniger weiter. Und dann, eines Tages im April 1943, wurden wir von Gewehrkolben geweckt, die gegen die Tür schlugen. Pierre hatte keine Zeit, sich von seinen Eltern zu verabschieden. Sie starben während des Transports nach Auschwitz oder dort nach der Selektion auf der Rampe. Lange Zeit tat der Sohn so, als wüsste er es nicht. Er wollte nicht glauben, dass sie tot waren. Er berichtete bis ins Hohe Alter von seinen Erfahrungen und sagte zum Beispiel 2016 im Gespräch mit Neuntklässlern der Lou-Blazer-Mittelschule in Montbéliard: „Wenn sie den gelben Stern nicht von meiner Jacke abgetrennt hätte, wäre ich heute nicht hier und könnte mit euch sprechen.“
Der Preis für den Widerstand
Louise Blazer besorgte ein gefälschtes Attest. Es behauptete, Pierre leide an Tuberkulose. Seine Beschützerin suchte in der Uniform einer Rotkreuzmitarbeiterin die deutsche Feldgendarmerie, die Militärpolizei, in der Kommandantur auf. Sie warnte die Gendarmen vor der angeblichen Ansteckungsgefahr und bekam von ihnen die Genehmigung, Pierre Kahn in ein Krankenhaus zu bringen. Dort besuchte sie ihn an den nächsten drei Tagen. Anschließend erreichte sie es, dass der Zwölfjährige in Sanatorium in der Nähe des 80 Kilometer entfernten Besançon verlegt wurde, aus dem sie ihn später wegschaffte. Kahn, der nach dem Krieg Apotheker wurde, bestätigte, dass Louise Blazer ihm das Leben gerettet hatte. Bei allen ihren Aktionen ignorierte Louise Blazer die allgegenwärtigen Gefahren und zahlreiche Warnungen. Sie bezahlte für ihren Widerstand gegen den Nationalsozialismus einen hohen Preis und wurde am 16. November 1944 in Montbéliard verhaftet, nur einen Tag vor der Befreiung der Stadt durch die Alliierten. Die Gründe für ihre Festnahme waren außer sogenannter „Judenbegünstigung“ ihre aktive Rolle in der Résistance und die Unterstützung von Kriegsgefangenen. Kurz nach ihrer Festnahme wurde Louise zunächst in das Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck im Elsass verschleppt. Von dort musste sie allerdings bald weiter, weil schon wenige Tage darauf auch diese Stadt von den Amerikanern eingenommen wurde. Nächste Station war das Sicherungslager Rotenfels, ein Außenlager des KZ Natzweiler im gleichnamigen Ortsteil von Gaggenau im Landkreis Rastatt.
KZ Dachau
Louise Blazer, die bereits eine fragile Gesundheit hatte, leistete dort vor allem moralischen Beistand für ihre Mitgefangenen. Die Bedingungen in den badischen Außenlagern waren in den Wintermonaten 1944/45 durch Hunger und Kälte extrem hart. In den letzten Kriegswochen wurden viele Häftlinge aus den Lagern im Südwesten Deutschlands aufgrund des Vorrückens der Alliierten weiter nach Osten getrieben. Louise Blazer wurde schließlich in das KZ Dachau deportiert, wo sie Anfang April 1945 eintraf. Wahrscheinlich musste sie wie weibliche Häftlinge fast ausschließlich im Agfa-Kommando in München-Giesing Zwangsarbeit leisten. Den Evakuierungsmarsch Ende April in Richtung Süden machte sie allerdings nicht mit, weil ihre Gesundheit so marode war, dass sie wie andere schwer kranke Kameradinnen ins Stammlager in das dort eingerichtete Lazarett für Frauen geschickt wurde. Sie erlebte die Befreiung des Lagers Dachau durch die US-Armee am 29. April 1945. Aufgrund ihres Gesundheitszustandes konnte sie nicht sofort nach Frankreich zurück kehren sondern verbrachte mehrere Monate in einem Lazarett in Deutschland. Erst im August 1945 kehrte sie nach Montbéliard zurück.
Lou pflanzt einen Baum
Das Departements-Befreiungskomitee setzte ihren Namen auf die Kandidatenliste für die ersten Kommunalwahlen nach dm Krieg. Louise Blazer errang einen überwältigenden Erfolg und wurde mit 87 Prozent der Stimmen, mehr als der amtierende Bürgermeister, gewählt. Ihre Kollegen mochten sie jedoch trotzdem nicht in dieses Amt wählen. 1947 beschloss sie, nicht erneut für die Kommunalwahlen zu kandidieren: „Politik ist zwar auf nationaler Ebene notwendig, hat aber im Gemeinderat nichts zu suchen.“ Am 28. Juli 1966 wurde Louise Blazer von Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt. Sie nahm in einer Feierstunde selbst die Urkunde entgegen und pflanzte anschließend persönlich den Baum zu ihren Ehren im Garten der Gerechten. Louise Blazer starb kurz darauf, am 28. November 1966, in Montbéliard. Dort wurde 2010 das Louise-Blazer-Zentrum, eine medizinische und soziale Einrichtung, und 2015 die nach ihrem gängigen Rufnamen benannte Lou-Blazer-Mittelschule eröffnet. In Besançon trägt eine Straße ihren Namen.
Quellen:
https://yadvashem-france.org/justes/nom/blazer-louise/
https://collections.yadvashem.org/en/righteous/search-results/blazer?page=1
https://fr.wikipedia.org/wiki/Louise_Blazer
http://www.ajpn.org/juste-Lou-Blazer-286.html
https://www.estrepublicain.fr/guerre-et-conflit/2014/01/06/elle-a-decousu-mon-etoile
https://portail-archives.doubs.fr/page/lou-blazer-resistante-conseillere-municipale-et-juste-parmi-les-nations
https://fr.wikipedia.org/wiki/Montbéliard
Biografien weiterer Gerechter unter den Völkern, die Häftlinge im KZ Dachau waren und andere interessante Artikel: Link
Bildtext: Jan van Elk. Foto: Yad Vashem
Jan van Elk – Gerechte unter den Völkern aus dem KZ Dachau von Klemens Hogen-Ostlender
Der Staat Israel hat 1953 den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ für Menschen geschaffen, die unter Einsatz ihres Lebens Juden vor der Verfolgung durch Nationalsozialisten gerettet haben. Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat auch ehemalige Häftlinge aus dem Konzentrationslager Dachau auf diese Weise ausgezeichnet – nicht nur Männer aus dem Priesterblock, sondern auch Gefangene beiderlei Geschlechts aus der großen Zahl der Laien, die im Lager eingekerkert waren. Geehrte bekommen eine Plakette mit einem hebräischen Zitat. Es lautet in der Übersetzung „Wer immer ein Menschenleben rettet, hat damit gleichsam eine ganze Welt gerettet.“ Gerechte unter den Völkern erhalten in Anerkennung für ihre Taten außerdem die israelische Ehrenbürgerschaft, und wenn sie verstorben sind auch die Staatsangehörigkeit im Gedenken. Bis zum 1. Januar 2024 haben nach der neuesten Statistik 28.707 Menschen aus 51 Ländern diese Ehrung erhalten, darunter 6.137 aus den Niederlanden. Einer von ihnen ist Jan van Elk.
Ein Milchmann im Widerstand
Jan van Elk wurde am 26. November 1906 als Sohn des Milchhändlers und Ladenbesitzers Jan van Elk und seiner Frau Neeltje Lokhorst in dem Ort Woerden zwischen Den Haag und Utrecht geboren. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1931 übernahm er dessen Konzession als Milchhändler und zog täglich mit einem Karren durch die Straßen der rund 8.000 Einwohner zählenden Kleinstadt um Milch, Joghurt und Butter zu verkaufen.1932 heiratete er Hendrika Maria Spruit. Das Ehepaar bekam zwei Kinder. Während des Krieges kam Van Elk mit dem Architekten Niek van Donkelaar in Kontakt, der Mitglied der Widerstandsgruppe „Oranje Vrijbuiters“ war und die Sektion Woerden leitete. Van Donkelaar berichtete, dass er dringend weitere Unterkünfte für jüdische Untergetauchte und Widerstandskämpfer bräuche. Am 10. März 1943 kaufte Jan Van Elk deshalb das Haus Rijnstraat 75a (damals Rijn 37), um es für Untergetauchte zu nutzen. Woher er die dafür nötigen mehrere zehntausend Gulden hatte, ist unbekannt. Auch an ihrer eigenen Wohnadresse am Kruittorenweg beherbergten Van Elk und seine Frau Untergetauchte. Eine von ihnen war die aus Frankfurt stammende Marion Bienes. Im Sommer 1935 floh die Familie Bienes vor dem aufkommenden Nationalsozialismus nach Amsterdam. Sie besuchte sie die Daltonschule, in der der Schwerpunkt auf der Entscheidungsfreiheit der Schüler, der Zusammenarbeit mit anderen und der Entwicklung von Selbstständigkeit lag. Marion war dort eine Klassenkameradin von Anne Franks Schwester Margot.
Razzia in Woerden, Verhaftung in Utrecht
Am 25. August 1943 fand eine Razzia in dem Gebäude an der Rijnstraat statt. Mehr als 25 jüdische Untergetauchte und Widerstandskämpfer wurden festgenommen. Kein einziger von ihnen überlebte den Krieg. Jan van Elk kam gerade in dem Moment von der Woerdener Molkerei zurück um nach den Hausbewohnern zu sehen, als niederländische Polizisten das Gebäude stürmten. Er sah aus der Ferne, was vor sich ging und rannte voller Panik im Rekordtempo nach Hause, wo er noch mehr Untergetauchte versteckt hielt. Er warnte atemlos die dort Versteckten und wollte sofort weiter, um die anderen Mitglieder der Widerstandsgruppe zu warnen. Schon mit dem Türknauf in der Hand rief er seiner Frau Marie zu: „Bis heute Nachmittag!“, ohne zu ahnen, dass er nie wieder zu ihr zurückkehren würde. Voller Unruhe fuhr er mit dem Zug die rund 20 Kilometer nach Utrecht zum Hauptquartier der Oranje Vrijbuiters. Als er dort klingelte, wurde er sofort verhaftet. Der deutsche Sicherheitsdienst war bereits am Abend zuvor in das Gebäude eingedrungen, hatte alle Untergetauchten verhaftet und sämtliche vorgefundenen Unterlagen beschlagnahmt. Möglicherweise hatten die Beamten dabei entdeckt, dass sich in Woerden ein weiteres Haus voller Untergetauchter befand und waren deshalb in die Woerdener Rijnstraat gekommen. Jan van Elk verbrachte mehrere Monate im „Oranjehotel“ in Scheveningen. Dort war auch Marion Bienes gefangen, die sich nach seiner Verhaftung der Polizei gestellt hatte. Sie wurde aus Scheveningen im Februar 1944 ins Konzentrationslager Bergen-Belsen eingeliefert. Jan kam ins KZ Herzogenbusch in den Niederlanden. Es ist nicht bekannt, ob er jemals erfuhr, dass fast alle anderen Oranje Vrijbuiters am 29. Februar 1944 wegen ihrer Widerstandsaktivitäten erschossen wurden. Aus Herzogenbusch wurde van Elk er Anfang Mai für zweieinhalb Wochen ins Außenkommando Breda verlegt. Die Häftlinge mussten dort auf dem deutschen Feldflugplatz Gilze-Rijn beschädigte Jagdflugzeuge, vor allem vom Typ Messerschmitt Bf 109, instandsetzen und reparieren. Kaum im Stammlager zurück, deportierte die SS ihn mit einem Transport per Bahn ins Konzentrationslager Dachau.
Transport nach Dachau
Die niederländische Widerstandskämpferin Valentine Elisabeth „Tineke“ Wibaut-Guilonard überlebte den Krieg, litt nach ihrer Rettung aber viele Jahre lang unter Albträumen und Panikattacken. Sie war ebenfalls in Herzogenbusch inhaftiert und schilderte in ihren Erinnerungen, wie die Zusammenstellung von Jan van der Elks Transport sich abspielte: „Sechs Uhr morgens. Dachau-Transport. Die Männer stellen sich zum Appell auf. Nach dem Zählen werden Nummern aufgerufen. Viele Nummern, rund tausend. Diese Männer müssen die Reihen verlassen und sich an einer anderen Stelle wieder aufstellen. Es scheint kein Ende zu nehmen. Bis 19 Uhr stehen sie dort auf dem Appellplatz. Dann werden sie zu einem bereitstehenden Zug getrieben und natürlich, wie es damals üblich war, zu viele auf einmal in einen Güterwagen gedrängt. Die Stimmung im Männerlager lässt sich erahnen. Große Niedergeschlagenheit, Ohnmacht und die Frage „Wann sind wir dran?“.Weil so viele Häftlinge nach Dachau sollten, kam die Schreibstube an diesem Tag mit ihrer Arbeit nicht nach und musste den Häftlingen ihre Wertsachen in Tüten verpackt später nach Dachau nachschicken. Sie bekam sie natürlich nicht ausgehändigt. Alles wurde wie in Herzogenbusch von der Häftlingseigentumsverwaltung vorschriftsmäßig verwahrt. In Dachau kam Jan van Elk am 26. Mai 1944 an.
Zwangsarbeit im Elsass
Am 20. Juli wurde er erneut „überstellt“, wie es in der Sprache der KZ-Bürokratie hieß, diesmal in das Konzentrationslager Natzweiler im Elsass an. Am Ziel musste er umgehend allerdings gleich wieder weiter ins Außenlager Markirch (Sainte-Marie-aux-Mines). Dort mussten die Häftlinge einen fast sieben Kilometer langen ehemaligen Eisenbahntunnel zu einer bombengeshützten Produktionsstätte von BMW-Flugzeugmotoren umbauen. Das Projekt wurde nie fertig, weil die Alliierten sich nach ihrer Landung in der Normandie der Gegend überraschend schnell näherten. Der Häftling Willem Helmstrijd, ein Landsmann van Elks, berichtete nach dem Krieg über die Behandlung in Markirch. Er sprach von sehr langen Tagen mit langem Stehen und schlechtem Essen. Die Appelle dauerten furchtbar lange und waren sehr unangenehm. Helmstrijd erinnerte sich daran, dass sämtliche Häftlinge mitunter bis zu 30 Mal am Tag gezählt wurden. Seinen Angaben zufolge gab es einen Lagerältesten, der so furchtbar schlug, dass er die Menschen fast zu Tode prügelte. Ein Rapportführer der Luftwaffe sorgte bei der Antrittsmeldung für viele blutige Nasen. Auch die Kapos schlugen munter drauf los und waren nicht selten betrunken. Die SS räumte das Barackenlager in der Nähe des Tunneleingangs im September/Oktober 1944. Für Jan van Elk hieß es wie für viele Kameraden zurück ins KZ Dachau.
„Tod durch Abgang“
Am 4. Oktober 1944 war wieder dort zurück, durch die brutale Arbeit im Elsass mehr tot als lebendig. Aber auch im KZ Dachau blieb er nicht. Er kam in den nur wenige Kilometer entfernten Außenlagerkomplex Allach. Die meisten Häftlinge waren dort Zwangsarbeiter in der Flugmotorenfabrik von BMW, die eigentlich nach Markirch hätte verlagert werden sollen. Van Elk traf einen befreundeten Mitgefangenen aus den Niederlanden wieder, Willem van Dijl, der in seinen Kriegserinnerungen später schrieb: „Jan van Elk kam an jenem Tag zu mir, eingefallen, geschwächt, verzweifelt. Ich konnte ihm damals zufällig ein großes Stück Brot besorgen, aber es hat ihm letztlich nichts genützt. Er brach Anfang 1945 zusammen. Nach diesem Abend habe ich ihn nicht mehr gesehen. Er versank im Sumpf des Elends, das damals eigentlich erst richtig begann“. Jan Van Elk wurde in Allach so krank, dass er am 26. Februar 1945 zurück nach Dachau ins „Revier“ gebracht wurde. Er starb schon am Dienstag, den 27. Februar 1945 im Alter von 39 Jahren um 8.05 Uhr morgens, wie ein SS-Lagerarzt auf dem in jener Zeit ihm wohlbekannten Formular KL/37/4.43500000 unter der Überschrift „Abgang durch Tod!“ eintrug. Als Ursache notierte er „Versagen von Herz u. Kreislauf bei Gehirnblutung“, dass dies nicht der Wahrheit entsprach ist anzunehmen. Der Leichnam wurde zusammen mit denen vieler anderer in einem Massengrab auf dem Leitenberg, etwa zwei Kilometer vom Lager entfernt, verscharrt. Jan van Elks Frau Marie war nach dem Verschwinden ihres Mannes nicht verhaftet wurden. Lange Zeit wussten sie und die beiden Kinder nicht, was mit Jan geschehen war. Erst eines Tages nach dem Krieg stand ein Mann vom Roten Kreuz vor der Tür mit Jans Geldbörse, seinem Ehering und der Todesnachricht.
Ehrungen
Eine Gedenktafel an der Fassade des Gebäudes in der Rijnstraat in Woerden erinnert heute an Jan van Elk und die Razzia. Sie wurde 2018 vom israelischen Botschafter Aviv Shir-On und dem Bürgermeister von Woerden, Victor Molkenboer, enthüllt. Die Inschrift auf der Tafel lautet: „In dem Gebäude Rijnstraat 75a beherbergte Jan van Elk zwischen dem 8. März 1943 und dem 25. August 1943 jüdische Untergetauchte. Durch Verrat wurden die Untergetauchten und Widerstandskämpfer am 25. August 1943 während einer Razzia verhaftet. Nach seiner Verhaftung starb Jan van Elk am 27. Februar 1945 in deutscher Gefangenschaft in Dachau.“ Jan van Elks Name ist in der Ehrenliste der niederländischen militärischen und zivilen Kriegstoten 1940–1945, die im Parlamentsgebäude in Den Haag ausliegt, genauso eingetragen wie auf dem digitalen Denkmal „Oranjehotel“ und in Woerden auf dem Denkmal für die Kriegsopfer aus dem Ort Van Elk wurde 2004 außerdem als zehnter Niederländer posthum mit dem Legion of Honour Award der Chapel of Four Chaplains ausgezeichnet. Das ist eine Ehrung für außergewöhnliche Verdienste um Mitmenschlichkeit und uneigennützige Hilfe. Die Stiftung wurde gegründet, um vier Militärgeistliche zu ehren, die 1943 beim Untergang des Truppentransportschiffs SS Dorchester ihre eigenen Schwimmwesten an andere Soldaten gaben und deshalb selbst betend starben. Die Kapelle befindet sich auf dem Gelände amerikanischen Marinestützpunkts in Philadelphia. Im Jahr 2018 wurde dem Ehepaar Van Elk posthum von Yad-Vashem die Auszeichnung als Gerechte unter den Völkern verliehen. Marion Bienes überlebte Bergen-Belsen. Nach dem Krieg zog sie nach New York, wo sie Gesangsunterricht nahm. Sie wurde bekannt als Tierschützerin, Operettensängerin, Model und Kabarettistin und starb am 7. September 2014 im Alter von 89 Jahren in Den Haag
Biografien weiterer Gerechter unter den Völkern, die Häftlinge im KZ Dachau waren und andere interessante Artikel: Link
Quellen:
https://collections.yadvashem.org/en/righteous/12785359
https://magazines.defensie.nl/defensiekrant/2020/23/07_oorlog-mensen_23
https://nl.wikipedia.org/wiki/Jan_van_Elk#:~:text=Jan%20van%20Elk%20(Woerden%2C%2026,verzetsstrijder%20tijdens%20de%20Tweede%20Wereldoorlog.
https://devanelkjes.nl/wp-content/uploads/2022/11/pdf-boekje-Jan-van-Elk.pdf
https://stevemorse.org/dachau/details.php?lastname=VAN%20ELK&firstname=Jan&title=&birthday=26&birthmonth=Nov&birthyear=1906&birthplace=Woerden&from=&town=Woerden&street=Bruitoerenweg&number=69299&DateOfArrival=Zug.%2026%20May%201944%20Hert.&disposition=üb.%2020%20Jul%201944%20Na.%20rü.%20am%2004%20Oct%201944%20gest.%2027%20Feb%201945&comments=Check%20E,%20F%20/%20G&category=Sch.%20Holl.&ID=63906&page=1282/Su&disc=2&image=731
https://de.wikipedia.org/wiki/Tineke_Wibaut-Guilonard
Biografien weiterer Gerechter unter den Völkern, die Häftlinge im KZ Dachau waren und andere interessante Artikel: Link
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