

Foto: Foto: enthülltes Kunstwerk der 50 französischen Märtyrer, Rechte beim Verein Selige Märtyrer von Dachau e.V.
Information zum Kunstwerk der 50 französischen Seligen:
"Das Kunstwerk zeigt die 50 Märtyrer in einer aufsteigenden Bewegung um das Kreuz, das sowohl als Tor als auch als Weg, als Mittel zum Himmel erscheint, gemäß den Worten Jesu
im Matthäusevangelium: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Obwohl sie im Hass auf den Glauben starben, legten sie,
selbst im Leiden (daher die Bedeutung des Wortes „Märtyrer“, das „Zeuge“ bedeutet), Zeugnis von ihrer Liebe zu Christus und ihren Mitmenschen ab.
Christus selbst ist im Vordergrund präsent, in Gestalt eines Lamms, das die treuen Märtyrer willkommen heißt, die ihm aus Liebe ihr Leben gaben. In der christlichen Tradition wird
Christus oft in dieser Form dargestellt: Im Johannesevangelium wird er als „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ bezeichnet. Dieses Bild verweist auf das
jüdische Passahlamm, das als Opfer dargebracht wurde und dessen Blut die Erlösung des Volkes symbolisierte; die ersten Christen sahen darin ein Sinnbild für den Tod und die
Auferstehung Jesu. Auch im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes, erscheint Christus als „geschlachtetes, aber stehendes Lamm“, das heißt, siegreich über den
Tod. Das Lamm verkörpert somit in einem einzigen Symbol die Unschuld, Sanftmut und Gewaltlosigkeit Christi, aber auch seinen Sieg über das Böse und seine Mission als Erlöser –
ein Thema, das in der Liturgie („Agnus Dei“) und unzähligen Werken christlicher Kunst immer wiederkehrt.Die 50 Märtyrer sind in Kleidung und mit Attributen dargestellt, die ihrem jeweiligen Lebensstand entsprechen, wobei dies nicht immer der Fall ist: Man erkennt Priester in
Soutanen, Pfadfinder, Mönche in Kutten, aber auch und insbesondere Arbeiter. Diese Präsenz der Arbeiterklasse erinnert an den obligatorischen Arbeitsdienst, der auch durch
Zahnräder und mechanische Elemente symbolisiert wird, die an die Fabriken erinnern, in denen diese Märtyrer arbeiteten und ihren Dienst verrichteten.Der orange-rote Himmel symbolisiert die neue Morgendämmerung, in die die Seligen eintreten. Die strahlend weiße Sonne steht für das Licht der göttlichen Liebe, zu dem sie
aufsteigen und das Kreuz Christi erleuchtet. Die Märtyrer erscheinen im bläulichen Schatten des Kreuzes, als wären sie vom Geheimnis von Passion und Auferstehung umhüllt. Der
Betrachter hinter dem Kreuz verfolgt den Aufstieg der Märtyrer gegen das Licht in den Himmel: Wie sie haben auch sie die Möglichkeit, das Licht Gottes von Angesicht zu
Angesicht zu sehen.
In Nicolas de Palmaerts Werk wird dieses leuchtende Orange somit zur Farbe des Übergangs: des Übergangs von der Nacht zum Morgengrauen, von der Erde zum Himmel,
von der Prüfung zur Seligkeit. In diesem Licht entfaltet sich der Aufstieg der 50 Märtyrer, die nun seliggesprochen sind, zur Freude Gottes.
„Ich wollte den Aufstieg der Märtyrer in den Himmel darstellen, um ihr Opfer zu verlängern und zu offenbaren und so die Lügen der damaligen Machthaber zu widerlegen, die Arbeiter
zur Zwangsarbeit (STO) animierten, indem sie ihnen versprachen, dies würde helfen, Kriegsgefangene nach Frankreich zurückzubringen. Dieses grafische Werk ist nicht nur
ästhetisch, sondern zielt darauf ab, die Bedeutung und Tragweite des Opfers dieser 50 seligen Seelen visuell zu vermitteln.“
Nicolas de Palmaert, geboren 1977, ist ein französischer Maler und Grafiker. Er absolvierte die École nationale supérieure des Arts décoratifs in Paris, wo er 2002 seinen Abschluss
machte. Er lebt und arbeitet in Paris und der Bretagne und teilt seine Zeit zwischen seinem Grafikdesignstudio – Atelier des Palmar – und seiner Malerei auf. Seine Werke sind stark
von Landschafts- und Seestücken geprägt, die er oft in Pastellkreide umsetzt. Als Dozent an der EPSAA (École professionnelle supérieure d'arts graphiques de la Ville de Paris) und
Spezialist für die Geschichte des Grafikdesigns gibt er sein Wissen auch an junge Kreative weiter. Er ist Mitglied der Taylor Foundation und stellt regelmäßig aus, insbesondere Serien
wie „Les 7 signes“ (Die 7 Zeichen) und seine Ansichten des Küstenwanderwegs GR34 in der Bretagne. Als überzeugter Katholik stellt er sein Talent bereitwillig in den Dienst der Kirche,
wie seine Arbeit an der Gestaltung visueller Identitäten für den Missionskongress und verschiedene kirchliche Initiativen beweist. Sein Grafikdesign versucht dabei, die Kraft der
großen biblischen Erzählungen und des Glaubens in zeitgenössischen Bildern zu übersetzen." Link zur Quelle
Logo des Verein Selige Märtyrer von Dachau e.V.
Am 16.12.2025 war bei Radio Horeb ein Interview mit Fr. Dr. Kamila Sniegoka zu hören, in der Reihe Interview des Tages, die gute Tat, zu hören.
Sie stellte den Verein Selige Märtyrer von Dachau e.V. vor.
Bei den podcasts von Radio Horeb ist das Interview noch zu hören.
Um finanzielle Unterstützung wird gebeten.
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